Herrlichkeit des Wiederkommenden
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Jesus lass mich in meinem Alltag mehr von dir entdecken – hilf mir zu sehen, wo du mir Tröster, Retter, Heiler und Erlöser sein willst. Dadurch kann ich deine Herrlichkeit auf dieser Erde sehen – danke, dass du mich daran teilhaben lässt. Amen.
In der Bibel lesen wir die Verheissung, dass Jesus wiederkommen wird:
Und dann wird das Zeichen des Menschensohns am Himmel erscheinen. Alle Volksstämme der Erde werden jammern und klagen, und dann werden sie den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit von den Wolken herkommen sehen. (Matthäus 24,30)
Um das zu verstehen, kannst du heute in die verschiedenen Attribute von der Herrlichkeit Jesu eintauchen und versuchen, ihn von diesen verschiedenen Aspekten her kennenzulernen.
Im Alten Testament bedeutet „erlösen“ oft ganz praktisch: Jemand bezahlt ein Lösegeld, damit ein anderer frei wird – zum Beispiel ein Sklave. Ein Erlöser ist also jemand, der den Preis bezahlt, damit jemand anderes frei sein kann.
Im Neuen Testament wird dieses Bild auf Jesus übertragen. Er sagt selbst, dass er gekommen ist, um zu dienen und sein Leben als Lösegeld zu geben (Markus 10,45). Das bedeutet: Jesus gibt sein Leben hin, damit Menschen frei werden – frei von Schuld, frei von der Macht des Bösen, frei von allem, was uns gefangen hält.
Vielleicht fragst du dich: Wovon müsste ich eigentlich erlöst werden? Oder brauche ich das überhaupt?
Jesus hat die Welt schon erlöst – durch das, was er am Kreuz getan hat. Aber wir leben noch in einer Welt, die voller Schmerz, Ungerechtigkeit und Leid ist. Darum warten wir darauf, dass Jesus wiederkommt, alles neu macht und eben ERLÖST.
Dieses Wissen kann dir Hoffnung geben: Erlösung ist nicht nur ein Wort aus der Bibel. Sie bedeutet, dass du nicht allein bist und dass die vollkommene Erlösung der Welt und der Menschen noch nicht da ist. Mehr dazu aber an Tag xy.
Bibelstellen
Römer 8,14-23, Kolosser 1.14, Epheser 1,7, Petrus 1,18.
Wenn wir von einem „Retter“ sprechen, denken viele zuerst an Feuerwehrleute, Sanitäter oder Menschen, die in letzter Sekunde eingreifen. In der Bibel bedeutet „retten“ oft viel mehr als nur aus einer gefährlichen Situation herauszuholen. Es geht um Schutz, Hilfe, Befreiung – und darum, dass jemand eingreift, wenn wir es selbst nicht schaffen.
Im Alten Testament rettet Gott sein Volk immer wieder: aus der Sklaverei in Ägypten, aus Feinden, aus Situationen, die aussichtslos erscheinen. Gott ist der, der eingreift, wenn alles verloren wirkt.
Im Neuen Testament wird dieses Bild noch persönlicher. Dort wird Jesus als der Retter beschrieben, der nicht nur Situationen verändert, sondern Menschen verändert. Der Engel sagt zu Maria (Mutter von Jesus) bei Jesu Geburt: „Du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von ihren Sünden retten.“ (Matthäus 1,21). Sein Name bedeutet sogar „Gott rettet“. Jesus ist also nicht einfach ein Helfer – er ist die Rettung selbst.
Aber wovor rettet Jesus? Wir Menschen stehen uns oft selbst im Weg: durch schlechte Entscheidungen oder durch Dinge, die uns gefangen nehmen – Angst, Scham, Zweifel, Süchte, Erwartungen anderer. Jesus rettet uns nicht nur irgendwann einmal im Himmel, sondern jetzt, mitten im Alltag. Er rettet uns aus dem, was uns innerlich kaputtmacht. Er rettet uns aus der Trennung von Gott. Und er rettet uns hinein in Freiheit, Hoffnung und ein neues Leben.
Bibelstellen
Epheser 1,4-14, Titus 2,11-14
Denkst du bei «Heilung» in erster Linie an körperliche Heilung? Die Bibel spricht von einer Art Heilung, die tiefer geht als das, was wir im Krankenhaus bekommen können. Jesus wird im Neuen Testament immer wieder als der Heiler beschrieben – aber was bedeutet das eigentlich?
Schon im Alten Testament wird Gott als derjenige vorgestellt, der heilt: nicht nur körperlich, sondern auch innerlich. „Ich bin der Herr, dein Arzt“ (2. Mose 15,26), sagt Gott zu seinem Volk. Heilung meint in der Bibel immer etwas Ganzheitliches: Wiederherstellung von Körper, Seele und Beziehung zu Gott. Es geht darum, dass etwas Zerbrochenes wieder ganz wird.
Im Neuen Testament wird dieses Bild lebendig. Jesus begegnet Menschen, die krank sind, verletzt, ausgeschlossen oder innerlich zerbrochen – und er heilt sie. Er heilt Blinde, Lahme, Aussätzige, Menschen mit psychischen Belastungen. Aber er heilt nicht nur den Körper. Oft sagt er zuerst: „Deine Sünden sind dir vergeben.“ (z.B. Matthäus 9,2) Das zeigt: Für Jesus gehört innere Heilung genauso dazu wie äußere. Er sieht den ganzen Menschen.
Was bedeutet das für dich heute? Ich bin doch nicht krank – denkst du dir. Aber Heilung betrifft eben mehr als körperliche Symptome. Wir alle tragen Dinge mit uns herum, die uns verletzen: Selbstzweifel, zerbrochene Beziehungen, Erwartungen, die uns erdrücken. Jesus ist der Heiler, der genau dort ansetzt – an den Stellen, die niemand sieht. Er heilt, wo wir innerlich verletzt sind. Er stellt wieder her, was kaputtgegangen ist. Er will nicht nur Symptome lindern, sondern das Herz erneuern. Er lädt dich ein, mit allem zu ihm zu kommen – mit dem, was weh tut, und mit dem, was du niemandem erzählst.
Bibelstellen
Jesaja 53,4-5, Psalm 147,3, Johannes 4,1-26
Es gibt Momente, in denen Worte nicht reichen. Situationen, in denen man nicht weiß, was man fühlen soll, geschweige denn, was man sagen könnte. Genau in solchen Momenten spricht die Bibel von einem Gott, der tröstet. Nicht oberflächlich, nicht mit Floskeln, sondern so, dass etwas im Inneren wieder Halt findet. Jesus zeigt diesen Trost auf eine Weise, die Menschen damals wie heute überrascht.
Wenn man die Evangelien liest, fällt auf: Jesus geht nicht an Schmerz vorbei. Er ignoriert Tränen nicht, er übergeht Enttäuschungen nicht, er tut nicht so, als wäre alles halb so schlimm. Er bleibt stehen. Er hört zu. Er ist präsent. Als sein Freund Lazarus stirbt, weint er (Johannes 11). Trost bedeutet für Jesus nicht, Probleme sofort zu lösen, sondern Menschen in ihrem Schmerz ernst zu nehmen.
Jesus als der Tröster ist eine Kraft. Eine Zusage. Ein „Du musst das nicht allein tragen“. Jesus spricht den Menschen Trost zu, die sich verloren fühlen, die an sich zweifeln, die unter Druck stehen oder die nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll. Er sagt: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ (Johannes 14,27). Das ist mehr als ein schöner Satz. Es ist ein Versprechen, das trägt, wenn alles andere wackelt.
Kennst du diese Situationen, in denen du Trost brauchst? Manchmal ist es nicht ein großes Drama, sondern einfach dieses leise Gefühl, dass man innerlich müde ist. Jesus begegnet dir genau solchen Momenten. Er lädt ein: „Kommt zu mir, wenn ihr erschöpft seid.“ (Matthäus 11,28).
Wähl dir einzelne Attribute von Jesus aus und lies nochmals ganz bewusst die angegebenen Bibelstellen.
Nimm dir einen Moment der Ruhe und schreibe dann drei DInge auf, in denen du Jesus als Erlöser, Retter, Heiler oder Tröster erlebt hast.